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Aktuelles

Immissionsschutz

Gastbeitrag: CO2-Bilanz im Lot?

EU CO2-Zertifikate erzielen eine preiswerte Sofortwirkung

Moderne Biogasanlage Dänemark

Stoffstromkreislauf

Transfer von EU CO2-Zertifikaten von Dänemark nach Deutschland mit Auditierung

Das aktuelle Klimapaket der Bundesregierung wird seitens verschiedener Interessenträger unterschiedlich bewertet. Fest steht jedoch: Teile des EU-Emissionshandels-Systems (EU ETS) werden auch auf sog. Non-ETS-Sektoren ausgeweitet. Auch außerhalb verpflichtender Märkte sind EU CO2-Zertifikate zur Kompensation von CO2-Emissionen zulässig und anerkannt. EU CO2-Zertifikate sind zum EU Emissionshandel zugelassene Herkunftsnachweise der Ursprungsländer, sie werden umgangssprachlich als Zertifikate bezeichnet. Am preiswertesten erwies sich seit Jahren die Beschaffung von Importzertifikaten zur CO2-Bilanzierung, z.B. aus Dänemark. Der Einkauf von Importzertifikaten erfolgt über einfache Beschaffungsverträge zwischen CO2-bilanzierenden Unternehmen und Lieferanten. Hürden durch nationale oder internationale Regulierungen existieren dabei nicht.

In den maßgeblichen Herkunftsländern Westeuropas wird Biogas fast ausschließlich aus biologisch abbaubaren Abfallstoffen der Landwirtschaft, sowie der Lebensmittel- und Biokraftstoffindustrie hergestellt. Die Substrate entstammen also rein aus Stoffstromkreisläufen bestehender Wirtschaftsstrukturen.

Diskussionen über Ressourcenverbrauch und Nahrungsmittelkonkurrenz sind obsolet.

Ausländische Biogasanlagen sind nicht größenlimitiert und produzieren nach industriellen Standards, zudem ist die sachgerechte Entsorgung anfallender Abfallstoffe kostenpflichtig und generiert Einnahmen für die Biogas-Anlagenbetreiber.

Einsatzstoffe und Betriebsregime ermöglichen eine preiswerte Produktionsweise.

CO2-Zertifikate aus Biomethaneinspeisung in Dänemark verbleiben bis zum Verkauf im Eigentum der Produzenten. Die originäre Generierung, die Verwaltung und die Löschung der Zertifikate übernehmen nationale Behörden, bzw. von diesen kontrollierte Mandatsträger (Agenturen oder Register). Biomethanzertifikate dürfen nicht für statistische Nachweise von Klimazielen der EU Mitgliedsstaaten verwendet werden und stehen deshalb ausschließlich für kommerzielle Handelsgeschäfte zur Verfügung.

EU CO2-Importzertifikate unterliegen der Behördenkontrolle und deshalb keinen regulatorischen Handels- und Doppelvermarktungs-Risiken.

In der Vergangenheit gingen Nachfrage nach Zertifikaten und Wachstum an Produktionskapazitäten nahezu einher. Seit ca. 2 Jahren bildet sich tendenziell eine gegenüber dem internationalen Produktionsaufkommen steigende Nachfrage aus und lässt zumindest vermuten, dass die Beschaffungsmärkte für Biomethanzertifikate zu sog. Verkäufermärkten werden.

EU CO2-Importzertifikate sind gut verfügbar, allerdings steigt die Nachfrage tendenziell stärker als die Produktionskapazitäten.

Gastbeitrag: Unternehmensberatung Lutz H. H. Steinhöfel
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