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Aktuelles

EEG 2021

EEG 2021 – Erneuerbare-Energien-Gesetz 2021 im Bundestag verabschiedet

Am 17. Dezember 2020 wurde die Novelle des EEG vom Bundestag verabschiedet. Das Gesetz ist seit dem 01.01.2021 in Kraft.

Eckdaten:

  • Digitalisierung (§§ 9 und 10b): Für Anlagen ab 7 kW ist unverändert die Installation eines intelligenten Messsystems gefordert. Gesenkt wird die Grenze für die Fernsteuerbarkeit einer Anlage von 30 auf 25 kW, vorausgesetzt in der Verordnung nach § 14a EnWG oder § 95 Nummer 2 EEG wird nichts anderes bestimmt.
     
  • Anschlussförderung für Windanlagen an Land (§ 21 und § 23b): Für Windanlagen an Land, die am 31. Dezember 2020 oder am 31. Dezember 2021 aus der EEG-Förderung fallen und nicht in die sonstige Direktvermarktung wechseln, erhalten einen erhöhten Marktwert vom Netzbetreiber:
    ð 1 Cent/kWh im ersten Halbjahr 2021
    ð 0,5 Cent/kWh im dritten Quartal und
    ð 0,25 Cent/kWh im vierten Quartal.
  • Ausschreibungsmenge für Windanlagen an Land (§ 28): Das Ausschreibungsvolumen wird gekürzt, sobald die Bundesnetzagentur eine drohende Unterzeichnung feststellt. Die reduzierten Mengen werden nachgeholt. 
  • Mieterstrom (§ 21): Der unmittelbare räumliche Zusammenhang entfällt, maßgeblich ist nun, dass der Strom innerhalb des Quartiers, in dem das Gebäude mit der Solaranlage steht, geliefert und verbraucht wurde.
  • Ausschreibungen für PV-Dachanlagen (§ 22, § 48): Nur die Hälfte der in einem Jahr EEG-vergüteten Stromerzeugung bekommen Anlagen zwischen 300 und 750 kW, die nicht an der Dachausschreibung teilnehmen.
  • Ausschreibung Biomasse (§§ 28b und 39d): Die jährliche Ausschreibungsmenge wird auf 600 MW erhöht. Gleichzeitig wird ebenfalls eine Mengensteuerung bei drohender Unterzeichnung eingeführt. Immer, wenn es zu einer Unterdeckung bei einer Biomasseausschreibung kommt, werden jeweils 80 Prozent der eingegangenen Mengen von Bestands- und von Neuanlagen bezuschlagt. Nicht vergebene Mengen werden drei Jahre später nachgeholt. Die Südquote startet erst 2022 und hat eine eigene Mengensteuerung getrennt nach Bestands- und Neuanlagen. Anlagen bis 500 kW erhalten einen Zuschlag von 0,5 Cent/kWh auf ihren Zuschlagswert. Diese Regelung ist zunächst bis 2025 befristet (§ 39g). 
  • Finanzielle Beteiligung der Kommunen (§ 36k): Bei der Beteiligung der Kommunen an direkten Stromverkaufserlösen durch eine freiwillige Leistung von bis zu 0,2 Cent/kWh im Umkreis von 2,5 Kilometern um die Anlagen. Die Regelung kann auch auf andere Technologien ausgeweitet werden.
  • Atmende Deckel bei PV (§ 49): Die Basisdegression wird von 0,5 auf 0,4 Prozent gesenkt, wenn der angehobene Zielkorridor von 2.100 bis 2.500 MW überschritten wird. Ein schnellerer Anstieg der Vergütungssätze erfolgt bei einer Unterschreitung des Zielkorridors.
  • Negative Strompreise (§ 51 und § 51a): Anlagen ab 500 kW erhalten bei negativen Preisen nach vier Stunden keine Förderung mehr und nicht, wie bislang geschehen, nach einer Stunde. Die ausgefallene Vergütung wird an den Förderzeitraum angehängt.
  • Ausgeförderte Anlagen bis 100 kW (§ 53): Die ausgeförderten Anlagen erhalten den technologiespezifischen Jahresmarktwert abzüglich der Vermarktungskosten des Netzbetreibers. Anlagenbetreiber mit intelligentem Messsystem müssen nur die Hälfte dieser Kosten tragen.
  • Eigenversorgung (§§ 61 und 61b): Das Eigenversorgungsprivileg gilt künftig auch für die Erzeugung von grünem Wasserstoff. Kleine Anlagen bis 30 kW und 30 MWh pro Jahr werden von der EEG-Umlage freigestellt.
  • Messen und Schätzen (§§ 62b und 104): Ab 2022 muss ein entsprechendes Messkonzept vorgelegt werden. Bis dahin gelten die bestehenden voraussetzungslosen Schätzmöglichkeiten.
  • Besondere Ausgleichsregelung (§§ 63 bis 69b): In die BesAr werden Wasserstoff und künftig auch elektrische Busse aufgenommen. Darüber hinaus wird festgelegt, dass die Durchschnittsstrompreisverordnung Anwendung findet, wenn für die Begrenzung der EEG-Umlage das Super-Cap herangezogen wird.
  • Meldepflicht im Marktstammdatenregister (§ 100 Absatz 6): Es werden verspätete Meldungen von EE-Anlagen im Marktstammdatenregister nicht sanktioniert.
  • Anschlussregelung Altholzanlagen (§ 101): Eine Anschlussförderung für Altholzanlagen, die bis Ende 2012 in Betrieb gingen, erfolgt bis zum 31.12.2026. Die Förderung ist degressiv: Bis einschließlich 2022 erhalten die Anlagen 100 Prozent ihrer früheren Vergütung, 80 % in 2023, 60 % in 2024, 40 % in 2025 und 20 % in 2026.